Omega 3? – Lebensnotwendig!

Omega-3-Fettsäuren – die wichtigsten Fette zum Erhalt unserer Gesundheit


Ist Fett schlecht für unseren Körper?Nein! Es ist einer der unverzichtbaren Basisnährstoffe, die jeder Mensch zum Erhalt seiner Gesundheit dringend braucht. Omega-3 (α-Linolensäure) gehört zusammen mit Omega-6 (Linolsäure) zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den guten Fetten, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Sie müssen über die Nahrung zugeführt werden, da sie lebensnotwendig sind.

Fett ist also nicht immer schlecht. Über viele Jahre hinweg dachte man, dass Fette in der Ernährung grundsätzlich ungesund sind. Doch ganz im Gegenteil: Allein die Tatsache, dass diese guten Fette jede unserer Zellen mit einer Fettschicht umgeben und unser Gehirn zu bis zu 60 % aus Fett besteht, zeigt ihren hohen Stellenwert für unsere Gesundheit.

Dabei ist die Aufnahme von Omega-3 deutlich wichtiger als die von Omega-6, obwohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ein Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 von 4:1 empfiehlt.

Ungleichgewicht der guten Fette

In der Realität liegt das Verhältnis in vielen Ernährungsweisen eher bei 10:1 bis 20:1, also bei einem deutlichen Überschuss an Omega-6 im Vergleich zu Omega-3. Das bedeutet, dass wir mit Omega-6-haltigen Fetten überversorgt sind. Dies entsteht durch den übermäßigen Konsum von tierischen Produkten (Fleisch und Milchprodukten), aber auch von Fetten wie Sonnenblumenöl und Margarine. Diese stehen deutlich häufiger auf dem Speiseplan als Omega-3-haltige Lebensmittel, die wir z. B. in fettreichen Meeresfischen, hochwertigen Ölen (Lein-, Raps- oder Algenöl) sowie Nüssen finden.

Omega-6 wird für den Aufbau von Zellmembranen, die Funktion von Nervenzellen, die Immunabwehr und die Zellreparatur benötigt und ist daher ebenfalls sehr wichtig. Im Überschuss kann es jedoch Entzündungen und ungünstige Blutfettwerte stark fördern. Entzündungen im Körper können langfristig chronische Erkrankungen bis hin zu Krebs begünstigen.

Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren konkurrieren im Körper um dieselben Stoffwechselwege. Sind die Enzyme überwiegend mit Omega-6-Fettsäuren beschäftigt, kann die Verwertung von Omega-3 beeinträchtigt werden. Das Ziel ist deshalb nicht nur, die Omega-3-Zufuhr zu erhöhen, sondern auch die Aufnahme von Omega-6 etwas zu reduzieren. Das Gute ist, dass Omega-3 die negativen Auswirkungen von Omega-6 ausgleichen kann.

Aufbau und Quellen der Omega-3-Fettsäuren

Es gibt viele Omega-3-Fettsäuren. Die wichtigsten sind die Eicosapentaensäure (EPA) und die Docosahexaensäure (DHA). Beide erfüllen verschiedene lebenswichtige Aufgaben im Körper.

DHA ist besonders wichtig für das Gehirn. EPA ist entscheidend für das Herz, die Blutgefäße und das Immunsystem.

Allein durch die Ernährung ist ein guter Omega-3-Index heutzutage nicht mehr möglich:

1. Pflanzliche Quellen

Pflanzliche Omega-3-Quellen wie z. B. Leinöl, Walnussöl, Rapsöl, Schwarzkümmelöl, Chiasamen und Nüsse enthalten meist nur ALA. Diese muss der Körper jedoch zunächst in EPA und DHA umwandeln, die besonders stoffwechselaktiven Formen der Omega-3-Fettsäuren.

Dies geschieht leider nur zu etwa 5 %. ALA ist somit kaum biologisch aktiv und erfüllt die lebensnotwendigen Aufgaben nur eingeschränkt.

2. Tierische Quellen

Tierische Omega-3-Quellen wie z. B. fettreicher Seefisch (Lachs, Thunfisch und Hering) enthalten die stoffwechselaktiven Fettsäuren DHA und EPA bereits in ihrer direkt verwertbaren Form. Das bedeutet, dass sie nicht erst umgewandelt werden müssen und der Körper sie unmittelbar nutzen kann.

Allerdings mögen viele Menschen keinen Fisch, und der Konsum geht seit Jahren zurück. Gleichzeitig sind Fachexperten zurückhaltend, einen höheren Fischkonsum zu empfehlen. Denn aufgrund von Umweltbelastungen sind Fische häufig mit Schwermetallen belastet und enthalten zudem Mikroplastik, sodass ein erhöhter Verzehr nicht uneingeschränkt als gesundheitsförderlich angesehen werden kann. Hinzu kommt, dass der Omega-3-Gehalt von Zuchtlachs innerhalb von zehn Jahren so stark gesunken ist, dass heute etwa doppelt so viel Fisch verzehrt werden müsste, um die gleiche Menge an EPA und DHA aufzunehmen. Der Grund dafür ist, dass die Fische nicht mehr mit hochwertigen (und damit teuren) Algen gefüttert werden. Wusstet ihr, dass Fische ihren hohen Omega-3-Gehalt ursprünglich den Algen verdanken, die sie fressen?

Daher muss Omega-3 heutzutage regelmäßig in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zugeführt werden. Hier bietet sich hochwertiges, reines Algenöl als Omega-3-Fettquelle an. Es gilt als unbelastete Quelle für Omega-3-Fettsäuren.

Es gibt über 13.000 Studien zu Omega-3-Fettsäuren, die fast ausschließlich positive Ergebnisse zeigen. Somit kann ihre wissenschaftliche Bedeutung nicht geleugnet werden. Omega-3-Fettsäuren gehören zu den am besten untersuchten Nährstoffen. Menschliches Leben ist ohne Omega-3-Fettsäuren nicht möglich! Sie erfüllen lebensnotwendige Aufgaben und wirken vielfältig:

Entzündungshemmung

Sie helfen dem Körper, Entzündungen zu regulieren und schneller abklingen zu lassen. Sie senken den Anteil der proentzündlichen Arachidonsäure in den Zellmembranen. Dadurch entstehen weniger entzündungsfördernde Botenstoffe. Außerdem können sie die Immunabwehr stärken, was bei akuten, aber vor allem bei chronischen Infektionen sehr hilfreich sein kann.

Bei Virusinfekten kann Omega-3 dazu beitragen, dass sich Viren schlechter anheften und sich weniger stark vermehren. Auch stille Entzündungen, die mit verschiedenen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Krebs in Zusammenhang stehen, können reduziert werden. Auch in den Gelenken entstehen weniger Entzündungen, sodass weniger Arthrose auftritt.

Immunmodulierend

Omega-3-Fettsäuren helfen dem Immunsystem, in Balance zu bleiben. Das bedeutet: Es reagiert oft nicht so stark, wenn es nicht nötig ist. Dabei können entzündungsfördernde Botenstoffe sinken. So werden starke Entzündungsreaktionen eher abgeschwächt. Das kann bei chronischen Entzündungen oder Autoimmunerkrankungen unterstützend sein.

Außerdem können Omega-3-Fettsäuren die Arbeit verschiedener Immunzellen (z. B. Makrophagen, T-Zellen und dendritische Zellen) unterstützen und somit die Abwehr stärken.

Entwicklung des Nervensystems und des Gehirns

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für das Nervensystem. Allein DHA macht etwa 40 % der Fettsäuren im Gehirn aus. DHA und EPA sind bereits ab der Schwangerschaft an der Entwicklung der Gehirn- und Nervenzellen beteiligt. Die schützenden Hüllen jeder Nervenzelle enthalten Omega-3-Fettsäuren. Außerdem sind sie an der Produktion von Botenstoffen des Gehirns (Neurotransmittern) beteiligt. Diese unterstützen die Intelligenz, komplexe Gehirnfunktionen wie Lesen und Rechnen sowie die Gehirn- und Sprachentwicklung.

Vorkindliche/kindliche Entwicklung

DHA ist für ein gesundes Wachstum des Babys bereits im Bauch der Mutter und während der Stillzeit verantwortlich. Außerdem verbessert es die Sehfunktion, die Gehirnfunktion sowie die Intelligenzentwicklung und das Sozialverhalten des Kindes.

Zellschützend

Die Außenhülle jeder unserer Zellen (Zellmembran) besteht unter anderem aus Omega-3-Fettsäuren. Sie stabilisiert die Zelle, damit Signale gut weitergeleitet werden können. Fehlt Omega-3, wird die Zellhülle durchlässiger und die Zellen sind weniger gut geschützt.

Außerdem kann Omega-3 oxidativen Stress verringern, dem unsere Zellen täglich durch innere und äußere Einflüsse ausgesetzt sind und der mit verschiedenen chronischen Erkrankungen sowie Krebs in Verbindung steht.

Energieversorgend/Stoffwechselregulierend

In unseren Zellen befinden sich Mitochondrien, die „Kraftwerke“ unserer Zellen. Sie liefern über 95 % der Energie (ATP) für den menschlichen Körper. Diese Mitochondrien haben ebenfalls Zellwände, die aus Omega-3 bestehen. Fehlt Omega-3, kann nicht ausreichend Energie hergestellt werden.

Insbesondere stoffwechselaktive Organe wie Herz, Leber und Gehirn, die viel Energie benötigen, leiden besonders darunter.

Unterstützung von Herz und Gefäßen

Omega-3 kann helfen, den Herzrhythmus zu stabilisieren. Insbesondere bei Herzrhythmusstörungen, wie z. B. Vorhofflimmern, kann dies sehr hilfreich sein. Außerdem kann es durch seine gefäßerweiternde Wirkung einem hohen Blutdruck entgegenwirken.

Zudem reduziert es Entzündungen und Blutfette in den Gefäßen und sorgt durch die Hemmung der Blutplättchen für einen guten Blutfluss. Dies sind wichtige Komponenten, um Ablagerungen und eine zunehmende Verkalkung der Gefäße (Arteriosklerose) zu vermeiden oder ein Fortschreiten bereits bestehender Gefäßverkalkungen zu verlangsamen.

Krebshemmend

Omega-3 kann die Bildung neuer Blutgefäße im Tumor bremsen und wirkt zudem entzündungshemmend. Hierdurch wächst der Tumor langsamer.

Außerdem kann die Wirkung einer Chemotherapie unterstützt und deren Nebenwirkungen reduziert werden. So wirkt Omega-3 dem ungewollten Gewichtsverlust (Kachexie), Appetitlosigkeit sowie Nervenschädigungen (Neuropathien) entgegen.

Fettregulierend

Omega-3 kann die „schlechten“ Fette (Triglyceride um bis zu 30 %, LDL-Cholesterin um bis zu 5 %, VLDL und Lipoprotein A) senken. Gleichzeitig kann es das „gute“ HDL-Cholesterin erhöhen.

Außerdem kann es bereits bestehende Ablagerungen (Plaques) in den Gefäßen stabilisieren sowie die Fettleber und das Bauchfett reduzieren, das in engem Zusammenhang mit vielen Erkrankungen steht. Zudem kann es eine Gewichtsreduktion unterstützen.

Blutdruckregulierend

Durch ihre gefäßerweiternde Wirkung können Omega-3-Fettsäuren insbesondere erhöhten Blutdruck senken. Außerdem wird die Durchblutung der Nieren verbessert.

Unterstützung der Sehkraft

Die Netzhaut enthält besonders viel DHA. In den Photorezeptoren können DHA-Anteile etwa 30–50 % der Fettsäuren ausmachen. Diese sind für gutes Sehen notwendig.

Bereits während der Schwangerschaft und der frühen Kindheit ist DHA wichtig für die Entwicklung der Netzhaut und der Sehschärfe. Die Netzhaut verbraucht zudem sehr viel Sauerstoff und ist einer hohen Lichtbelastung ausgesetzt. DHA wirkt hier schützend auf die Netzhaut.

Schmerzlindernd

Wo Schmerz ist, ist in der Regel auch Entzündung. Durch den entzündungshemmenden Effekt von Omega-3 entstehen weniger Schmerzen. Dies wurde in Studien insbesondere an Gelenken, z. B. bei Arthrose, beobachtet.

Darmschützend

Omega-3 reduziert die Entzündungsaktivität im Darm, die häufig einen Leaky Gut („löchrigen Darm“) auslöst. Gleichzeitig kommt es zu einer besseren Nährstoffaufnahme im Darm, da eine geringere Durchlässigkeit gegeben ist.

Omega-3 wirkt vielfältig. Dementsprechend sind auch die Auswirkungen auf die Gesundheit vielfältig, sobald ein Mangel vorliegt.

Das Gute ist: Man kann bei jedem Menschen im Labor messen, ob der Körper mit ausreichend Omega-3 ausgestattet ist, mithilfe des Omega-3-Index. Dieser sagt aus, wie die Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in den letzten drei Monaten gewesen ist. Der Index sollte idealerweise zwischen 8 und 11 % liegen.

Die schlechte Nachricht: Die meisten Menschen liegen deutlich darunter. Durchschnittlich liegt der Index bei 4,8 %. Das bedeutet, dass Omega-3 bei fast allen Menschen im Defizit ist. Kinder haben dabei niedrigere Spiegel als Erwachsene. Es handelt sich weltweit um ein flächendeckendes Problem – mit Ausnahme der Japaner. Sie haben einen durchschnittlichen Index von 11,3 % aufgrund ihrer überwiegend gesunden Ernährung. Daher beobachtet man dort, dass die Menschen länger leben und bis ins hohe Alter körperlich und geistig gesund bleiben.

Das Erschreckende: Die meisten Menschen bemerken einen Mangel nicht zwingend. Beschwerden und Erkrankungen, die mit einem niedrigen Omega-3-Index assoziiert sind, bringen die meisten Menschen – darunter auch viele Ärzte, die sich nicht mit Nährstofftherapie auskennen – nicht mit einem Omega-3-Mangel in Zusammenhang.

  • Erhöhte Allergieneigung
  • Erhöhte Infektneigung
  • Wiederkehrende (stille) Entzündungen
  • Neigung zu Ekzemen und Akne
  • Energielosigkeit
  • Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck
  • Durchblutungsstörungen
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Konzentrationsstörungen, emotionale Instabilität
  • Leistungsmangel, Nervenschwäche, Muskelschwäche
  • Bei Kindern: Wachstumsstörungen, Konzentrationsstörungen, Entwicklungsstörungen, Verhaltensstörungen (z. B. Hyperaktivität) sowie ADHS durch einen unzureichenden Gehirnaufbau mit Fett
  • Neigung zu Depressionen
  • Störungen der Fruchtbarkeit bei Frau und Mann

Omega-3-Mangel kann schwerwiegende Gesundheitsprobleme mit sich bringen, denen mit einem guten Omega-3-Index vorgebeugt werden kann.

Studien belegen, dass:

  • kardiovaskuläre Ereignisse zehnfach häufiger auftreten (plötzlicher Herztod, Herzinfarkt, Schlaganfall). Ein niedriger Omega-3-Index ist somit ein hoher Risikofaktor. Omega-3 dient daher der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • chronische Infektionen begünstigt werden.
  • Arteriosklerose deutlich häufiger auftritt.
  • das Risiko für Krebserkrankungen deutlich ansteigt.
  • psychische Einschränkungen (z. B. Depressionen) zunehmen.
  • geistige Einschränkungen fortschreiten und Erkrankungen wie Demenz begünstigt werden.
  • Schwangerschaften ungünstiger verlaufen können: Die Kindersterblichkeit ist erhöht, Frühgeburten treten häufiger auf, das Geburtsgewicht ist niedriger und die Entwicklung des Nervensystems schlechter.
  • sich dies negativ auf das Wochenbett von Mutter und Kind auswirken kann: Es treten mehr Depressionen bei der Mutter auf, die Entwicklung des Kindes wird beeinträchtigt und bei beiden können Allergien auftreten.
  • Kinder hyperaktiver sind, häufiger an ADHS leiden und Auffälligkeiten im Sozialverhalten zeigen.

Fazit der Studien: Omega-3 ist lebensnotwendig und rettet Menschenleben!

Die oben genannten Aufgaben von Omega-3 können besser erfüllt werden. Außerdem wurden in Studien folgende Vorteile besonders beobachtet, je höher der Omega-3-Index war:

  • Alle: Andere Mikronährstoffe wurden deutlich besser aufgenommen, wenn der Omega-3-Index gut war.
  • Migräne: Omega-3 eignet sich zur Vorbeugung von Migräneattacken. In Studien reduzierten sich die Beschwerden um bis zu 80 %.
  • Gelenke: Weniger Bildung von Arthrose und Entzündungen.
  • Psyche: Weniger Depressionen und eine bessere Verarbeitung von Traumata.
  • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Bessere Durchblutung, insbesondere des Gehirns. Die Framingham-Studie (eine der bekanntesten Langzeit-Herzstudien) hat gezeigt, dass höhere Konzentrationen von Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA) im Blut mit einem um bis zu 39 % geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Ereignisse und einem um 34 % reduzierten Sterberisiko verbunden sind. Außerdem kann Omega-3 Herzschwäche vorbeugen, und bei Herzerkrankten kann das Risiko für einen plötzlichen Herztod um bis zu 90 % gesenkt werden, je höher der Index ist.
  • ADHS: Signifikante Verbesserung des sozialen Verhaltens, der Schrift, der Aufmerksamkeit und der Emotionalität.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Senkung der Rezidivrate.
  • Kinder und Jugendliche: Die Gehirn- und Sprachentwicklung sowie die Lernfähigkeit werden besonders verbessert, wodurch auch bessere schulische Leistungen erzielt werden können. Die Intelligenz des Kindes war höher, wenn die Mutter bereits während der Schwangerschaft ausreichend Omega-3 aufgenommen hatte. Außerdem wurden weniger Allergien, insbesondere Nahrungsmittelallergien, beobachtet.
  • Ältere Menschen: Omega-3 gilt als eine der besten Präventionsmaßnahmen gegen Demenz. Es kann Demenz aufhalten und verzögern.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Weniger Komplikationen und Erkrankungen für Mutter und Kind.
  • Sportler: Verbesserung des Herz-Kreislauf-Systems und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Zudem verbessert sich das Reaktionsvermögen. Außerdem werden Muskelkater und das Verletzungsrisiko reduziert.
  • Haut: Verbesserung des Hautbildes, insbesondere bei entzündlichen Hautveränderungen wie Akne.
  • Insulinresistenz: Verbesserung der Insulinresistenz.

Selbst wenn man diese Erkrankungen nicht hat, dient Omega-3 der Prävention dieser Erkrankungen bzw. Beschwerden. Daher wird es bevorzugt in der Präventionsmedizin eingesetzt.

Kein Mediziner wird behaupten, dass Omega-3 nicht lebenswichtig ist. Die meisten gehen jedoch davon aus, dass man durch die Ernährung ausreichend versorgt wird. Dies stimmt so nicht, und die Studienlage belegt eindeutig das Gegenteil. Kollegen, die dies behaupten, kennen in der Regel die Studienlage nicht.

Die Einnahme von Omega-3 ist kein „Nice-to-have“, sondern ein „Must-have“. Omega-3 ist kein Allheilmittel, kann aber eine entscheidende Ergänzung für die Gesundheit von Kindern und Erwachsenen sein.

Jeder Erwachsene benötigt durchschnittlich 1.000–1.500 mg Omega-3 täglich. Eine dauerhafte und regelmäßige Einnahme wird empfohlen, insbesondere wenn kaum oder gar kein Fisch konsumiert wird.

Welche Zustände und Erkrankungen profitieren besonders von der Einnahme?

  • Infektanfälligkeit
  • Arteriosklerose
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen (Akne, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Multiple Sklerose)
  • Fettstoffwechselstörungen (Hypercholesterinämie, Hypertriglyzeridämie, Fettleber)
  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen (z. B. Rheuma, Neurodermitis)
  • Insulinresistenz und Diabetes mellitus
  • Gewichtsreduktion und Übergewicht
  • ADHS, Autismus, Alzheimer
  • Depressionen
  • Krebserkrankungen
  • Ältere Menschen
  • Veganer und Vegetarier
  • Sportler

Schwangerschaft und Stillzeit

Aufgrund des Mehrbedarfs für Mutter und Kind ist eine Einnahme besonders wichtig. Spezielle Transportproteine in der Plazenta greifen die wichtigen Omega-3-Fettsäuren (vor allem DHA) aktiv aus dem Blut der Mutter heraus. Sie schleusen diese bevorzugt über die Nabelschnur zum Kind.

Laut Studien „plündert“ das Kind bis zu 100 mg täglich von der Mutter, ohne Rücksicht darauf, ob diese ausreichend versorgt ist. Insbesondere in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft tritt dies verstärkt auf. Daher ist die Einnahme für Schwangere entscheidend, nicht nur für das Kind, sondern auch für den Erhalt der Gesundheit der Mutter.

Wenn die Mutter keinen ausreichenden Omega-3-Index hat, dann hat das Kind noch weniger. Nach der Schwangerschaft sollte die Einnahme jedoch nicht beendet werden. Auch in der Stillzeit wird die Gehirnstruktur des Kindes weiter aufgebaut. Daher muss die Mutter auf eine ausreichende Zufuhr achten und diese möglichst auch dem Baby zugutekommen lassen.

Kinder:

Die Einnahme ist für Entwicklung und Wachstum entscheidend, denn Omega-3 ist das Baumaterial der Nervenzellen und des Gehirns.

Die Einnahme sollte mit dem Algenöl für Kinder folgendermaßen erfolgen:

  • 0–2 Jahre → 500 mg (1,0 ml)
  • 3–7 Jahre → 1.000 mg (2,0 ml)
  • 8–12 Jahre → 1.500 mg (3,0 ml)

Bei Kindern empfehlen wir die Öl-Variante zur besseren Dosierung. Generell werden Kapseln für Kinder aufgrund der Verschluckungsgefahr nicht empfohlen.

Omega-3 sollte zu einer fettarmen oder fettreichen Mahlzeit eingenommen werden, um die Aufnahme von Omega-3 zu erhöhen. Andernfalls kann die Aufnahme um das bis zu 13-Fache vermindert sein. Empfehlenswert ist die Einnahme zur Mittagsmahlzeit.

Vor der Einnahme empfiehlt sich die Bestimmung des Omega-3-Index im Labor. Dies ist allerdings eine Privatleistung und wird nicht von den Krankenkassen übernommen. So könnt ihr sehen, wie eure Versorgung aktuell aussieht.

Alternativ könnt ihr den Omega-3-Index als Selbsttest zu Hause bestimmen, ähnlich wie bei einer Blutzuckermessung. Sehr empfehlenswert ist hierfür der Test von Omegametrix. Diesen Test hat der führende internationale Forscher Prof. Schacky entwickelt. Er gilt als eine der besten Methoden, den Omega-3-Index verlässlich zu bestimmen.

Sollte der Spiegel sehr niedrig sein, sollte er nach vier Monaten Einnahme erneut bestimmt werden, um zu überprüfen, ob die Therapie für euch ausreichend ist. Je nach Ergebnis müsste dann die Dosierung angepasst werden. Ein gut eingestellter Spiegel kann nach einem Jahr erneut kontrolliert werden.

Ziel ist ein Omega-3-Index von 8–11 %. Für Personen mit chronischen Erkrankungen oder Fettstoffwechselstörungen ist ein Zielwert von 10 % ideal. Führende Forscher sagen, dass dies sogar wichtiger sein kann als die Einstellung des Cholesterinspiegels, insbesondere wenn ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht.

Vorsicht: Der Spiegel sollte nicht über 13 % liegen. Viel hilft nicht viel! Dosen über 2.000 mg sollten möglichst nur unter regelmäßiger Laborkontrolle eingenommen werden. Andernfalls besteht das Risiko von Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen sowie inneren und äußeren Blutungen (z. B. Nasenbluten). Dies kann ein Zeichen für eine Überdosierung und einen Omega-3-Index von über 13 % sein.

In der Vergangenheit wurde Vorhofflimmern in einigen Studien als Nebenwirkung festgestellt. Hierbei wurde jedoch kein natürliches Omega-3 verwendet, und die Beobachtungen traten erst bei sehr hohen Dosierungen auf. Wenn ihr euch an die oben genannten Einnahmeempfehlungen haltet, sollte dies nicht auftreten.

Die Kapseln riechen nach Fisch. Ein Aufstoßen ist insbesondere zu Beginn der Einnahme möglich.

Ein gutes Omega-3-Präparat enthält stets mehr DHA als EPA, da DHA die wichtigere Omega-3-Form ist.

Geduld ist wichtig: Den Omega-3-Spiegel aufzubauen dauert länger. Dementsprechend sind die Wirkungen häufig erst nach Monaten zu beobachten, insbesondere die Auswirkungen auf das Gehirn. Bis DHA in das Gehirn eingebaut wird, vergeht viel Zeit. Vor allem bei Erkrankungen wie ADHS kann es mehrere Monate bis Jahre dauern, bis eine deutliche Verbesserung erkennbar wird.

Sehr wichtig ist der Einsatz von Antioxidantien bei Herstellung und Lagerung, da Omega-3 sehr empfindlich ist und schnell verderben kann, sobald es mit Sauerstoff in Kontakt kommt. Den besten Schutz bietet die Kombination aus Rosmarinextrakt (Rosmarin), gemischten Tocopherolen und L-Ascorbylpalmitat. Der Totox-Wert zeigt in diesem Zusammenhang, wie hochwertig und frisch ein Omega-3-Präparat ist. Ein Wert unter 26 ist akzeptabel, unter 15 gut und unter 10 exzellent.

Geeignete Kombinationen mit anderen Nährstoffen

  • Vitamin D3/K2: Für eine bessere Zusammenarbeit, insbesondere im Immunsystem.
  • Vitamin C: Beide wirken entzündungshemmend und antioxidativ.
  • Die gleichzeitige Einnahme anderer Nährstoffe (außer Eisen) ist in Ordnung.

Medikamente

  • Die gleichzeitige Einnahme mit Statinen stellt kein Problem dar, sondern wirkt in Kombination sogar stärker cholesterin- und triglyceridsenkend.
  • Die Wirksamkeit von Methylphenidat (z. B. Ritalin) kann verstärkt werden. Daher sollte eine mögliche Dosisreduktion mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
  • Nebenwirkungen von Immunsuppressiva, Antirheumatika und NSAR (z. B. Ibuprofen) können durch die regelmäßige Einnahme möglicherweise vorgebeugt werden.

Kontraindikationen

  • Personen, die Blutverdünner wie Marcumar oder NOAKs (Eliquis, Xarelto, Pradaxa, Lixiana) einnehmen
  • Akute Pankreatitis
  • Akute Gallenblasenentzündung
  • Leberzirrhose

Relative Kontraindikation (Einnahme mit Vorsicht)

  • Personen, die blutverdünnende Medikamente (Thrombozytenaggregationshemmer) wie ASS, Clopidogrel oder Prasugrel einnehmen, sollten Omega-3 möglichst nur unter Laborkontrolle (Omega-3-Index) einnehmen oder die Dosierung von 1.000 mg täglich nicht überschreiten. Sollten unter der Einnahme Blutungen auftreten, wird eine weitere Einnahme von Omega-3 nicht empfohlen.


Studien-Quellen:

https://link.springer.com/article/10.1007/s00108-019-00687-x

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27216485

https://www.frontiersin.org/journals/oncology/articles/10.3389/fonc.2013.00224/full

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https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12103448

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12509593

Buchquellen:

Omega-3 – Die Heilkraft der maritimen Fettsäuren, Uwe Gröber, Klaus Kisters, 2018

Mikronährstoffe – Metabolic Tuning – Prävention – Therapie, Uwe Gröber, 3. Auflage

Nährstofftherapie, Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel, 1. Auflage 2022

Nährstofftherapie – Der Praxisleitfaden, Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel, 1. Auflage 2024