Das Fasten aus medizinischer Sicht

Eigentlich hat Allah (t) uns Muslimen eine Pflicht auferlegt, die wir nachkommen müssen:

 ”O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten.” (2:183)

Aber ER setzt uns niemals eine Pflicht auf, die schlecht für uns ist. Deshalb ist es umso schöner zu erfahren, was mit unserem Körper passiert, wenn wir im Jahr 30 Tage fasten. Denn das Fasten beeinflusst sämtliche Stoffwechselprozesse positiv.

„Und, dass ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wüsstet!“ (2:184)

Ich habe über 60 weltweit veröffentlichte Studien von medizinischen Fakultäten oder Forschungszentren durchgelesen, die das Ramadan-Fasten als auch das populäre Intervallfasten zum Thema gemacht haben. Die übliche Form des Intervallfastens ist die 16:8 Methode: Man isst 16 Stunden nichts, aber gesunde Getränke wie Wasser, ungesüßter Tee, schwarzer Kaffee sind erlaubt. Danach darf man in 8 Stunden bis zum satt werden das essen, was man möchte. Da sie dem Ramadan-Fasten durch das lange Fasten sehr ähnelt, habe ich auch die Studien vom Intervallfasten mit ausgewertet.

FAZIT: Muslimische und nicht-muslimische Forschende sind sich einig: Fasten ist gesund für unseren Körper. Alle Mediziner, die behaupten, Fasten sei schädlich, haben sich NICHT mit diesen Studien beschäftigt. Selbst auf verschiedene Erkrankungen hat es einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Mehr dazu erfährt hier hier.

Durch Erkenntnisse aus den Studien, erleben wir das Fasten nochmal bewusster und positiver, weshalb mir die Veröffentlichung wichtig ist. Heute wissen wir aus medizinischer Sicht, was sich positiv im Körper verändert:

Unser Stoffwechsel auf Hochtouren:

Viele denken, dass unser Körper während des Fastens im Ramadan eine Ruhepause einlegt, aber ganz im Gegenteil: Sie arbeitet erst Recht auf Hochtouren, wenn sie sich nicht mit Verdauung beschäftigen muss. Sie kann endlich Funktionen wahrnehmen, die sonst zu kurz kommen: Proteinumstellung, Hormonregulationen, Reparaturmechanismen und Abbau von unnötigem Zellschrott, der sich über das ganze Jahr angesammelt hat. Man kann es wie eine Art Frühjahrsputz sehen: Der Körper kann endlich in Ruhe ihr eigenes Haus „reinigen“ und Fehler beheben. Genau wie im richtigen Leben wir auch für ein Frühjahrsputz Zeit und hohe Energie benötigen, braucht sie das auch.

Die Zeit bekommt sie dafür durch die 30 Fastentage. Für die hohe Energie braucht der Körper viel Zucker (Glucose), die er normalerweise durch die Nahrung bekommt. Aber durch Alternativprogramme wird Zucker durch Speicher in Leber, Muskel- und Fettzellen zurückgewonnen und dem Körper zur Verfügung gestellt.

Regulation des Immunsystems – Der antientzündliche Effekt:

Unser Immunsystem ist unser Abwehrsystem im Körper, der 24 Stunden gegen alle schädlichen Substanzen und negativen Veränderungen im Körper reagiert. Immer wieder liest man, dass durch das Fasten das Immunsystem „gestärkt“ wird. Das stimmt nicht so ganz. Vielmehr können wir von einer Regulation ausgehen. Das Immunsystem besteht aus vielen Komponenten unter anderem entzündungsfördernde und entzündungshemmende Faktoren. Man beobachtet, dass es zu einer Regulation dieser kommt: d.h. das Immunsystem wird in Einklang gebracht, sodass es weder zu verstärkter Immunreaktion kommt, welches durchaus auch gefährlich für den Körper sein kann, noch das das Immunsystem zu schwach wird, um Schadstoffe zu bekämpfen.

Eine „grobe“ Übersicht über unser Immunsystem – Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

Folgende Erkenntnisse wurden aus den Studien gewonnen:

1) Entzündungsfördernde Faktoren werden signifikant weniger beobachtet, dazu gehört: IL-6, CRP, Homocystein(1). Auch proinflammatorische Zytokine (Botenstoffe) wie IL-1β, IL-6, Tumornekrosefaktor α werden unterdrückt(2). IL-6 und CRP sind bei akut, chronischen Entzündungen und auch bei bösartigen Tumorerkrankungen erhöht. Tumornekrosefaktor α ist z.B. bei Autoimmunkrankheiten wie Schuppenflechte, Morbus Bechterew erhöht.

2) Alte Immunzellen werden ab- und Neue werden aufgebaut: Die Immunzellen werden signifikant weniger (Leukozyten, Monozyten, Granulozyten, Lymphozyten) blieben jedoch innerhalb der Referenzbereiche. (2)

3) Es gibt Ramadan-Studien, die eine positiven Einfluss auf verschiedene chronisch entzündlichen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen hatten. Mehr dazu hier.

Fazit: Das Fasten reguliert unseren Immunsystem und damit auch unseren Entzündungsstatus so positiv, sodass wir weniger anfällig für chronische als auch akute Entzündungen werden. Deshalb müssen wir uns nicht die Frage stellen, ob wir wegen der Covidpandemie mit dem Fasten aussetzen müssen.

Mechanismen, die die Krebszelle durch Fastenperiode untergehen lässt (52)

Der antikanzerogene Effekt

Durch verschiedene Einflüsse (Umwelt, Ernährung, Noxen..) kann es immer wieder zu negativen Veränderungen in unseren Zellen kommen. Es gibt Kontroll- und Regulationsprozesse, die sofort darauf reagieren. Auch unser Immunsystem ist für die Beseitigung dieser geschädigten Zellen verantwortlich. Sie kann diese Zellen durchaus erkennen und vernichten. Hierbei ist aber das Problem, dass Tumorzellen ihre eigenen Mechanismen entwickeln, um sich dieser Abwehr zu entziehen.

In Fasten-Studien beobachtet man durch folgende Mechanismen eine Senkung der Krebsentstehung (antikanzerogener Effekt):

1) Erhöhte Apoptose durch erhöhte Expression (Vermehrung) von Caspasen (9). Die Apoptose ist ein programmierter Zelltod, der 24/7 in unserem Körper läuft und dabei alte oder geschädigte Zellen beseitigt. Die Caspasen sind Schlüsselenzyme der Apoptose. Ohne diesen Mechanismus würde es ständig zu unkontrollierten Vermehrung von bösartig veränderten Zellen kommen. Die Apoptose kann man mit der Verschrottung eines alten Autos vergleichen, sie wird aus dem Verkehr gezogen, damit keine weiteren Unfälle entstehen.

2) Erhöhte Expression von Sirtuinen(4). Das sind Enzyme in unserem Körper, die an wichtigen Kontroll-, Regulations- und Reparationsprozessen beteiligt sind (Apoptose, Tumorsuppression, Zellschutz). Sie sind also entscheidend für eine gesunde Zelle.

3) Der Anti-Warburg-Effekt tritt ein, welches man als Energie-Entzug von Krebszellen bezeichnen kann (5,52). Krebszellen brauchen viel Energie, um sich unkontrolliert zu vermehren. Die Energie nimmt sie durch die Zuckerreserven aus dem Körper. Wenn wir Fasten bekommt nicht nur die Körperzelle kein Zucker mehr, sondern auch die Krebszelle auch nicht. Unsere Zelle weiß mit solchen Situationen umzugehen und hat ein Programm zur alternativen Energiegewinnung. Die Krebszelle wird aber nicht vom Körper gesteuert und kennt dieses Programm nicht, sodass es untergeht.

4) Weniger Insulinausschüttung durch Glukosemangel: Der Mangel an Zucker durch das Fasten führt dazu, dass der Körper weniger Insulin ausschüttet. Insulin aber auch der Insulin-like growth factor 1 (IGF-1) fördern den Wachstum von Zellen (52).

5) Die oxidative Phospholierung der Krebszellen wird durch Glukosemangel erhöht. Dies ist ein Prozess zur Energiegewinnung. Dies wiederum erhöht die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) in Krebszellen und folglich zu DNA-Schäden und damit zum Zelltod (52).

6) Erhöhte Expression von Tumorsupressor-Gen p53 (6, 7), welche auch als „Wächter des Genoms“ bezeichnet wird. Das p53-Protein ist „DIE“ Schlüsselfigur im Zellzyklus und verhindert, dass Zellen mit Fehlern im Erbgut weiterproduziert werden und sich somit in Tumorzellen verwandeln. Bei 50% der bösartigen Tumoren ist das Tumorsuppressor-Gen p53 mutiert.

7) Verringerung des oxidativen Stress (siehe unten)

8) Die Verstärkung von Autophagie (siehe unten)

9) Selbst bei bösartigen Krebserkrankungen, hat das Fasten eine positiven Einfluss. Mehr dazu hier.

Natürlich muss man beachten, dass man andere krebserregenden Stoffe (insb. Rauchen) absolut vermeiden muss, um die gewünschte Effekte zu erzielen.

Verringerung des Oxidativen Stress

Dem oxidative Stress sind wir täglich ausgesetzt, welches durch das Fasten reduziert wird, Bildquelle: shutterstock

Oxidativer Stress ist eine ungünstige Stoffwechsellage, wobei es zu einem Ungleichgewicht von schädlichen Einflussfaktoren und körpereigenem Schutzsystem kommt. Durch schädliche Einflüsse (Umweltbelastung, Noxen, Medikamente, schlechte Ernährung, chronischer Stress, psychische Belastungen, Bewegungsmangel) bilden sich täglich freie Radikale und greifen die gesunden Zellen an, die sich nicht mehr schützen können. Ähnlich wie ein Apfel, der durch Kontakt mit Sauerstoff braun wird. Normalerweise werden dann diese durch Radikalfänger (Antioxidatien) neutralisiert. Überwiegten die Radikale, sind die Zellen verwundbar und werden von Kontroll- und Reparaturmechanismen abgebaut oder es könnte im schlimmsten Fall zu unkontrolliertem Zellwachstum kommen (Krebs).

Bildquelle: http://activefit.co.at/modules.php?name=Content&pid=26

Fasten reduziert nach Studienlage den oxidativen Stress und bildet erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Zellstress durch Aktivierung von Sirtuinen (14) und durch die Wiederherstellung des Gleichgewichts (20,53). Die Zellen werden vor Schaden geschützt. Man wird resistenter und damit weniger krank. Somit müssten weniger chronische Erkrankungen und weniger Krebs bei regelmäßig Fastenden zu erwarten sein.

Verstärkung der Entgiftungsfunktion „Autophagie“

Durch lange Fastenperioden kann die Selbstreinigung der Zellen verstärkt werden, welches als Autophagie bezeichnet wird (15,16). Dafür hat Forscher Yoshinori Ohsumi 2016 den Nobelpreis für Medizin erhalten.

Der Selbstreinigungsprozess der Zellen kann wie eine „Müllabfuhr“ der Zellen gesehen werden, wobei zellulärer Abfall (fehlgefaltete Proteine, beschädigte Zellbestandteile) oder Erreger aus der Zelle herausgeschleust werden. Die Autophagie ist wie die regelmäßige Reparatur eines Fahrzeugs, wo abgenutzte Teile ausgetauscht werden müssen. Im Gegensatz dazu ist die Apoptose, wo das Fahrzeug alt ist und verschrottet werden müsste. Dieser Prozess findet eigentlich regelmäßig statt und ist wichtig für eine gesunde und funktionsfähige Zelle. Sie wird durch Nahrungsaufnahme gehemmt, bei Nahrungsverzicht wird sie stimuliert. Insbesondere regen längere Hungerphasen diese Autophagie verstärkt an, d.h. die Zelle kann sich wie bei einem Frühjahrsputz endlich in Ruhe darum kümmern. Somit sind die Zellen nicht nur von Zellschrott, Erreger, Schadstoffen und Giften befreit, sondern können endlich ihren Funktionen besser nachkommen. Das ist das was man heutzutage als „Detox“ oder „Entschlackung“ bezeichnet.

Durch diesen Mechanismus legen einige Studien nahe, dass es eine Zusammenhang zwischen Autophagie und Krebs, degenerative Erkrankungen (Bsp: Demenz, Parkinson), metabolische Erkrankungen, Herzkrankheiten und Entzündungen durch Erreger (15,54) gibt. Es kann erwartet werden, dass es einen positiven Schutzmechanismus gegen diese Erkrankungen hat.

Die „Fastenkrise“

Wenn wir von der Autophagie sprechen, muss auch die „Fastenkrise“ genannt werden. Das wird als natürliche Nebenwirkung des Entgiftungsprozesses und der Energieumstellung des Körpers gesehen, der in der Regel in der ersten Woche bei den meisten Fastenden auftaucht. Das heißt, dass der Reinigungsprozess im vollen Gange ist. Sie kann 2-5 Tage dauern. Welche Symptome können entstehen:

  • Schlappheit
  • Konzentrationsmangel
  • Gereiztheit
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schlechter Atem
Die ersten Tage des Fastens fällt einigen nicht sehr einfach, Bildquelle: Pixabay

Was sollte man in diesem Fall tun, um die Krise zu reduzieren:

  • Abwarten, den meistens handelt es sich um einen Übergang.
  • Bereits wenige Tage vor Ramadan Hungerphasen für 4-5 Stunden üben
  • Da Personen, die unter täglichen Süchten leiden (Bsp. hoher Konsum von Kaffee, Süßigkeiten, Nikotin) sollten vor Ramadan mit dem Entzug beginnen.
  • Auf richtige Ernährung achten: Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, Komplexe Kohlenhydrate statt einfache, um einen konstanten Blutzuckerspiegel zu haben. Ich empfehle zudem zum Sahur etwas Koffeinhaltiges (Kaffee, Schwarz Tee). Weitere Ernährungstipps für den Ramadan findet ihr hier.
  • Bewegung einplanen, um für eine regelmäßige Ausschüttung von Endorphinen, Serotonin und Dopamin zu sorgen, die an Regulation von Schmerzen, Wahrnehmung und Stimmung beteiligt sind.
  • Wenn die Symptome allerdings so stark sind, dass man wirklich krank darunter wird, sollte man das Fasten abbrechen.

Gewichtsreduzierung

Fasten reduziert das Gewicht und den Körperfettanteil (19). Wenn wir aufhören zu essen und damit weniger Kohlenhydrate (Glucose) zu uns führen, muss unser Körper seine Energie woanders gewinnen. Nachdem die Zuckerspeicher in Leber und Muskel verbraucht werden, wird die Energie aus den Fettreserven gewonnen (18). Dies wird als katabole Stoffwechsellage bezeichnet. Sie setzt je nachdem wie wir uns bewegen, arbeiten, konzentrieren, erst nach mehreren Stunden ein. Interessant ist, dass vor allem die viszerale Fettmasse reduziert wird (18). Das ist das Fett, welches mit dem metabolischen Syndrom vergesellschaftet ist und westliche Zivilisationserkrankungen wie Adipositas (Übergewicht), Arteriosklerose (Fettlagerung an Gefäßen und Organen), Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall machen kann.

Neben Gewichtsverlust und Fettabbau findet beim Fasten zu weniger Muskelabbau im Vergleich zu kalorienreduzierter Diät statt (19). Ein Abbau von Muskeln ist nicht gut für unseren Körper, da wir diese für Kraft und Leistung brauchen. Deshalb ist es wichtig neben der Ernährung auch auf die Bewegung in unserem Alltag zu achten.

Nun könnte die Frage aufkommen, ob die normale Nahrungseinnahme einen Effekt auf unsere Gesundheit hat? Ja, sagt folgende Studie: regelmäßig fastenden Mäuse, die 16 Stunden nichts aßen und abends dieselbe Nahrung bekamen wie die nicht-fastenden Mäuse, die permanent Zugang zum Futter hatten, wogen nach mehreren Wochen zum einen 28 Prozent weniger und dazu zeigten sie keinerlei gesundheitliche Probleme, obwohl beide Gruppen sogar eine fettreiche Ernährung (60%) hatten. Im Gegenteil bestand Schutz vor Fettleber, Übergewicht, Diabetes und Entzündungsreaktion. Auch in ihrer Beweglichkeit übertrafen sie die Vergleichsgruppe (21) Also kommt es vor allem darauf an, in welchen Abständen wir unsere Nahrung essen. Das heißt für uns im Alltag, wenn wir nicht fasten sollten: Abstände zwischen den Mahlzeiten! Denn nur unkontrolliertes Essen stört den Stoffwechsel. Dennoch heißt es für uns im Ramadan: Abends nicht vollstopfen! Denn auch als Muslim muss man bewusst und verantwortlich essen.

Regulierung des Blutzucker-Haushalt

Fasten reduziert den Blutzucker und damit auch langfristig das Risiko an Diabetes (Zuckerkrankheit) zu erkranken. Der Nüchternblutzucker wird wegen fehlender Nahrungsaufnahme signifikant reduziert (18,20,25). Außerdem wird die erhöhte Insulinresistenz (HOMA-IR) verbessert (18).

Von Insulinresistenz spricht man, wenn das Hormon Insulin nicht mehr ihrer Funktion, den Zucker in die Zellen zu transportieren, nachkommen kann. Das ist wichtig, damit die Zelle überhaupt überleben und arbeiten kann. Insulinresistenz ist als Vorstufe von Diabetes zu sehen. Durch jahrelange Überernährung vor allem mit kohlenhydratreicher (zuckerhaltiger) Kost, ist teilweise soviel Zucker in unserem Körper, dass Insulin nicht mehr das Zucker in die Zellen bekommt, weil sie damit bereits „überernährt“ sind. Irgendwann hat sie keine Lust mehr und zieht ihre „Fühler“ (Rezeptoren) in die Zellen, sodass Insulin nicht mehr andocken kann. Unser Körper hat also ausreichend Insulin, aber sie können ihrer Funktion nicht mehr nachkommen. Somit bleibt überschüssiger Zucker ständig in unseren Blutgefäßen und/oder wird in unsere Fettdepots eingebaut. Auf Dauer brennt die Bauchspeicheldrüse aus. Es kommt zum Insulinmangel und somit zum Diabetes.

Verschiedene Studien bestätigen auch, dass Diabetiker unter gewissen Voraussetzungen fasten können. Mehr dazu erfährt ihr hier.

Blutfettregulierung

Das Fasten reguliert unsere Blutfette. Dabei kommt es zur signifikanten Senkung von „schlechtem“ Blutfett wie Cholesterin, Triglyceride und LDL. Außerdem wird das „gute“ Blutfett wie HDL signifikant gesteigert. Die guten Blutfette transportieren die schlechten Blutfette in die Leber, um sie zu verarbeiten. Die schlechten Blutfette lagern sich bei Überschuss an Blutgefäßen und Organen an, welches mit der Zeit verkalken kann. Dies wird als Arteriosklerose bezeichnet. Somit wird ausgegangen, dass das Fasten das Risiko für Arteriosklerose minimiert (20, 22, 25, 1 oder 34). Arteriosklerose führt auf Dauer zu Erkrankungen wie Koronare Herzkrankheit (KHK, Verkalkung der Herzgefäße), peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK, Verkalkung der Blutgefäße der Beine), Verkalkung der gehirnversorgenden Gefäße und damit auch zu Schlaganfall.

Auswirkung auf Herzkreislaufsystem

Die Studien bestätigen eine signifikante Senkung des systolischen (oberer Wert) und diastolischen (unterer Wert) Blutdruckwertes (22, 27). Für Personen, die generell unter niedrigem Blutdruck leiden, ist das nicht wirklich positiv. Im schlimmsten Fall können einige sogar ohnmächtig werden. Folgende Tipps kann ich diesen Personen empfehlen: längeres Stehen vermeiden, Positionswechsel vorsichtig durchführen (also Bsp. vom Sitzen ins Stehen oder vom Liegen ins Stehen), regelmäßige Beinhochlagerung, Kompressionsstrümpfe tragen, 2-3 Liter zwischen Iftar und Sahur, Koffeinhaltiges zum Sahur (Kaffee oder Schwarzer Tee), salzreiche Kost (aber keine Übertreibung, denn das macht auch wiederum durstig).

Von dem niedrigen Blutdruck profitieren aber Menschen, die an Bluthochdruck leiden. Mehr dazu hier.

Auswirkung auf Wasserhaushalt und Niere

70% unseres Körpers besteht aus Wasser. Sie übt verschiedene Funktionen aus: Blutfluss, Spülung der Organe, Abtransport von Stoffwechselendprodukten (Metabolite), Giften und Erreger, Zellerneuerung, Teil des Immunsystems durch das Lymphsystem, und und und. Dementsprechend ist es wichtig, täglich Flüssigkeit in uns zunehmen.

Jedes Jahr müssen wir uns Muslime anhören, dass das Fasten nicht gesund sei, insbesondere weil während der Fastenzeit nicht getrunken wird. Doch ich darf alle beruhigen. Die Studien bestätigen: Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Körperwasser des Fastenden und Nicht-Fastenden. Das Gesamtkörperwasser ändert sich nicht signifikant (38,39). Größere Körperwasserverluste treten jedoch bei heißem Wetter oder bei sportlicher Betätigung auf. Bei Ereignissen, die etwa 1 Stunde oder länger dauern, kann die Leistung beeinträchtigt werden, wenn während des Geschehens keine Flüssigkeit aufgenommen wird. (40) Selbst Studien an Nierenerkrankten zeigen keinen negativen Einfluss auf die Nierenfunktion. Mehr dazu hier.

Es gibt sogar eine Studie, die an Fußballspielern interessanterweise von Nicht-Muslimischen Forschenden durchgeführt worden ist. Sie machten eine interessante Entdeckung: Der mittlere Schweißverlust von Spielern betrug bei Fastenspielern 1,41 Liter und bei Nicht-Fastenspielern 1,61 Liter mit relativ geringen Unterschieden in den Schweißparametern zwischen nüchternen und nicht-nüchternen Individuen (41). Das bedeutet, dass die fastenden Fußballspieler weniger schwitzten. Warum? Das weiß man nicht so genau. Aber letztendlich ist es klar: unser Körper arbeitet m fastenden Zustand anders und reguliert die Mechanismen selbst.

To Do’s: Wir sollten dennoch achten, dass wir zwischen Iftar und Sahur ausreichend trinken. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 1,5 Liter pro Tag zu trinken. 2-2,5 Liter wäre schon super und ausreichend. Man darf nicht vergessen, dass wir auch über unsere Ernährung Flüssigkeit zu uns nehmen: Suppen, aber auch wasserreiche Lebensmittel haben Flüssigkeit, welches wir oft nicht bedenken. Wasserreiche Lebensmittel sind viele Gemüsesorten (Tomaten, Gurken, Salatblätter, Spargel, Zucchini, Rotkohl, Radieschen) oder Obst (Apfel, Pfirsich, Trauben, Wassermelone, Erdbeeren, Zitrusfrüchte) haben einen sehr hohen Wasseranteil und zählen damit schon als Flüssigkeit.

Für wen kann verminderte Flüssigkeitsaufnahme problematisch werden: für unsere älteren Mitmenschen, die wenig trinken und essen. Denn mit zunehmendem Alter nimmt das Durstgefühl ab, weshalb es wichtig ist bereits im jungen Alter das Wasser trinken zur Gewohnheit zu machen und ältere Mitmenschen an das Trinken zu erinnern und sie zu motivieren.

Übrigens: Kaffee und Schwarztee entziehen dem Körper kein Wasser, wie fälschlicherweise vermutet wird – also könnt ihr das in Ruhe weiter trinken. Man sollte auch keine enorme Flüssigkeitsmenge in einem Zug austrinken. Das kann zu einer Verschiebung von Blutsalzen führen, die im schlimmsten Fall zu einer Wasservergiftung führen kann, die lebensgefährlich ist.

Weitere Ernährungstipps zu Ramadan siehe hier.

Auswirkung auf Psyche & Hirnleistung

Das Fasten hat eine positive Auswirkung auf unsere Psyche, verbessert die Hirnleistung und die Müdigkeit. Das kann durch die signifikante Produktion der Hormone BDNF, NGF, Serotonin und Dopamin erklärt werden, die sich von Woche zu Woche steigern (35). Die genannten Hormone sind Neurotransmitter, also Botenstoffe, die an Nervenzellen ansetzten und ihre Wirkung ausüben. Was tun sie also genau?

1) Wachstumshormon BDNF (brainderived neurotrophic factor)
Sie ist zum Schutz von Nervenzellen da, außerdem regen sie Wachstum und Weiterentwicklung der Nervenzellen an (Neurogenese). Ihre Rolle hat sie insbesondere in der Gedächtnisbildung, im Langzeitgedächtnis und im abstrakten, organisatorischen und logischen Denken. Ein Mangel BDNF wird aber auch bei Stress, Schlafstörungen, Depression, Demenz, Magersucht und Bulimie gemessen.

2) NGF (Nerve Growth Factor) heißt übersetzt Nervenwachstumsfaktor. Auch sie ist wie BDNF an der Neurogenese, sprich Weiterentwicklung und Stabilisierung von Nervenzellen beteiligt.

3) Serotonin, unser „Glücks/Stimmungshormon“
Sie ist unser hauseigener Psychiater und stabilisiert unsere Psyche. Sie sorgt dafür, dass wir optimistisch bleiben, positiv eingestellt sind und das wir Ruhe und Harmonie empfinden. Sie dämpft die Stressantwort des Körpers ab, sodass wir entspannt sind und auch bei erhöhtem Stress resistent bleiben. Aber sie hat auch Einfluss auf unseren Schlaf und auch auf unsere Schmerzempfindung. Ein Serotoninmangel ist bei Depression und Angststörungen zu beobachten. Sie spielt also ganz zentrale Rollen und ist nicht umsonst Angriffspunkt von vielen Antidepressiva, die genau das Hormon stimulieren wollen.

4) Dopamin, unser „Motivations/Glückshormon“
Sie ist eine biochemische Vorstufe von Noradrenalin und Adrenalin und ist deshalb „der“ Motivator unseres Körpers und treibt uns an. Wenn wir motiviert sind, sind wir weniger müde, sind konzentriert und nehmen besser wahr. Sie regelt aber auch unsere Bewegung, Koordination und unseren Appetit. Außerdem wird sie auch als „Glücksbote“ bezeichnet, wenn wir uns auf etwas freuen.

Wir sehen, dass sich allein unser Hormon Serotonin in Abbildung 2 durch das Fasten um das doppelte vermehrt hat, wenn man die erste Woche und die Messung nach Ramadan durchführt. Das ist also auch ein Grund, warum wir uns psychisch nach Ramadan so gut fühlen. Interessanterweise wird das Serotonin in 95% im Gastrointestinaltrakt produziert. Auch das Dopamin wird zu einem Teil dort gebildet. In dem wir also unseren Magen-Trakt durch das Fasten in Ruhe lassen und Zeit geben ihren Aufgaben nachzukommen, werden unter anderem diese Hormone ausreichend produziert.

Die Stimulation der oben genannten Hormone ist auch der Grund, warum unsere Tagesschläfrigkeit und chronische Müdigkeit/Erschöpfung (Fatigue) sich nach Ramadan deutlich verbessert (38). In der ersten Woche haben noch die meisten mit Müdigkeit zu kämpfen, die sich allerdings bereits in der zweiten Woche verbessert. Ende Ramadan hatten wir bei allen deutlich bessere Ausgangswerte in Stimmung, Schläfrigkeit und Müdigkeit. Die genannte Studie ist übrigens eine Studie von ärztlichen Freunden von mir, Samaneh Khoshandam Ghashang und Amin Riat, die ein Beitrag für unsere muslimische Community leisten wollten.

Kleiner Tipp: Wer übrigens den Hormonen richtig Nachschub geben will, der soll sich im Ramadan zusätzlich regelmäßige Bewegung einbauen. Denn regelmäßige körperliche Betätigung sorgen für regelmäßige Ausschüttung von Dopamin, Serotonin, BDNF und Endorphine. Ob es ein täglicher Spaziergang ist oder als gewöhnter Sportler seinem Sport nachzukommen. Man sollte sich nicht zu viel Ruhe gönnen, wenn man seiner Gesundheit wirklich etwas Gutes tun möchte.

Einfluss auf Schmerzen

Ein weiterer Grund, warum wir uns durch das Fasten so gut fühlen, ist auch die erhöhte signifikante Freisetzung von Endorphinen, unserer körpereigenen Schmerzmittel (selbst hergestelltes Morphin). Sie docken an Nervenzellen an und üben eine schmerzstillende Wirkung aus. Das bedeutet, weniger Schmerzen am Bewegungsapparat (Kopfschmerzen, Rückenschmerzen). Von diesem positiven Einfluss profitieren insbesondere Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und/oder chronischen Schmerzsyndromen (36). Weniger Schmerzen bedeutet mehr Lebensqualität und weniger Depressionen.

Einfluss auf das Lernen

Beim Fasten werden BDNF, Dopamin, Serotonin und NGF stark produziert. Das bedeutet auch insgesamt, dass unser Gehirn von Woche zu Woche besser arbeitet. Deshalb ist es falsch anzunehmen, dass wir nicht gut lernen können – das sind nämlich negative Gedanken, die uns das annehmen lassen. Fakt ist: man kann das Gelernte besser einprägen.

Lernen selbst ist keine Entschuldigung um das Fasten zu unterlassen. Nur kranke Menschen, Schwangere, Stillende und Reisende sind von der Ausnahme betroffen. Ich möchte gerne auch an einen Hadith des Propheten Muhammed (sas) erinnern: „Wer auch immer ohne eine Entschuldigung oder Krankheit einen Tag von Ramadan essend verbringt, der kann dies, auch wenn er sein Leben lang fastet, nie wieder gut machen!“ (Timirdhi)

Tipps für lernende Fastende:

1) Hirnstimulierende Kost zum Sahur zur Leistungssteigerung einnehmen. Konzentrationsfördernde, Informationsspeichernde Quellen sind Nüsse und Datteln. Proteine und komplexe Kohlenhydrate können in Form von Haferflocken oder Müsli eingenommen werden. Die Mineralquelle bildet das Wasser.

2) Ausreichende Pausen beim Lernen einplanen. Besonders helfen hierbei Bewegungseinheiten zur zusätzlichen Stimulation von Neurotransmitter.

3) Dua fürs Lernen. Hier findet ihr Beispiele.

4) Auf Allah (t) vertrauen, denn nur Er ist es der den Erfolg bringt.

Der Einfluss auf den Schlaf

Forschende haben sich damit beschäftigt, ob sich das Fasten und die Unterbrechungen durch das Aufstehen in der Nacht oder durch das weniger Schlafen sich negativ aus unseren Schlaf auswirkt: Nein, tut es nicht. Der REM-Schlaf nimmt zwar ab, also unserer Traumschlaf wird weniger, das wirkt sich aber nicht negativ auf den Gesamtschlaf aus. Nach Ramadan können wir wie gewöhnt weiterschlafen ohne davon Schäden zu tragen (65).

Ließt gerne meine weiteren Beiträge zu:

Welche Effekte hat das Fasten auf Schwangerschaft & Stillzeit?

Fasten mit Krankheit, geht das?

Was ist bei Medikamenten und Fastenzeit zu beachten?

Welche Ernährung im Ramadan ist die richtige?

Ramadan- Power-Shake

Quellenverzeichnis Fasten-Studien

1. „Interleukin-6, C-reactive protein and biochemical parameters during prolonged intermittent fasting” Aksungar et al., Ann Nutr Metab. 2007;51(1):88-95. Epub 2007 Mar 19 (Ramadanstudie)

2. „Intermittent fasting during Ramadan attenuates proinflammatory cytokines and immune cells in healthy subjects”, Faris et al. in Nutr Res. 2012 Dec;32(12):947-55)2.1. (Ramadanstudie)

3. „Ramadan Fasting Exerts Immunomodulatory Effects: Insights from a Systematic Review“, Mohammad Adawi et al, Front. Immunol., 27 November 2017 (Ramadanstudie)

4. „Intermittent fasting prevents the progression of type I diabetic nephropathy in rats and changes the expression of Sir2 and p53“, Tikoo at al, Laboratory of Chromatin Biology, Department of Pharmacology and Toxicology in India, FEBS Lett. 2007 Mar 6;581(5):1071-8. Epub 2007 Feb 14. (Intermittierendes Fasten Studie)

5. „Fasting: Molecular Mechanisms and Clinical Applications“, Valter D. Longo and Mark P. Mattson, Cell Metab. 2014 Feb 4;19(2):181-92. doi: 10.1016/j.cmet.2013.12.008. Epub 2014 Jan 16. (gemischte Fastenstudie)

6. „Intermittent fasting benefits on alpha- and beta-cell arrangement in diet-induced obese mice pancreatic islet“ Thatiany de Souza Marinho et al., J Diabetes Complications. 2020 Mar;34(3):107497. doi: 10.1016/j.jdiacomp.2019.107497. Epub 2019 Nov 26 (Intermittierendes Fasten Studie)

7.  „Liver p53 is stabilized upon starvation and required for amino acid catabolism and gluconeogenesis“ Prokesch et al, Medical University Graz, FASEB J. 2017 Feb;31(2):732-742. doi: 10.1096/fj.201600845R. Epub 2016 Nov 3.

8. „Every-other-day feeding extends lifespan but fails to delay many symptoms of aging in mice“, Xie K, Neff F, Markert A et al., Nat Commun. 2017 Jul 24;8(1):155. doi: 10.1038/s41467-017-00178-3. (Intermittierendes Fasten Studie)

9. „Fasting cycles retard growth of tumors and sensitize a range of cancer cell types to chemotherapy.”, Lee et al. in Sci Transl Med. 2012 Mar 7;4(124):124ra27 (Hungerfasten-Studie)

10. „Mitochondrial production of reactive oxygen species and incidence of age-associated lymphoma in OF1 mice: effect of alternate-day fasting”, Descamps et al. in Mech Ageing Dev. 2005 Nov;126(11):1185-91 (Intermittierendes Fasten Studie)

11. „Effects of fasting and intermittent fasting on rat hepatocarcinogenesis induced by diethylnitrosamine.” Rocha et al. in Teratog Carcinog Mutagen. 2002;22(2):129-38. (Intermittierendes Fasten Studie)

12. „Fasting cycles retard growth of tumors and sensitize a range of cancer cell types to chemotherapy.”, Lee et al. in Sci Transl Med. 2012 Mar 7;4(124):124ra27. doi: 10.1126/scitranslmed.3003293. Epub 2012 Feb 8 (Intermittierendes Fasten Studie)

13. „Fasting and Cancer Treatment in Humans: A Case series report”, Fernando M. Safdie et al. in Aging (Albany NY). 2009 Dec 31;1(12):988-1007

14. „Beneficial effects of intermittent fasting and caloric restriction on the cardiovascular and cerebrovascular systems”, Mark P.Mattson et al, The Journal of Nutritional Biochemistry Volume 16, Issue 3, March 2005, Pages 129-137 (Intermittierendes Fasten Studie)

15. „Enhanced Therapeutic Efficacy in Cancer Patients by Short-term Fasting: The Autophagy Connection.”, van Niekerk et al. in Front Oncol. 2016 Nov 14;6:242. eCollection 2016 (Intermittierendes Fasten Studie)

16. „Mitochondrial degradation by autophagy (mitophagy) in GFP-LC3 transgenic hepatocytes during nutrient deprivation.“, Kim et al. Am J Physiol Cell Physiol. 2011 Feb;300(2):C308-17 (Intermittierendes Fasten Studie)

17. „Intermittent versus daily calorie restriction: which diet regimen is more effective for weight loss?” Varady et al. in Obes Rev. 2011 Jul;12(7):e593-601 (Intermittierendes Fasten Studie)

18. „Intermittent fasting vs daily calorie restriction for type 2 diabetes prevention: a review of human findings”, Adrienne R. Barnosky et al. in Transl Res. 2014 Oct;164(4):302-11 (Intermittierendes Fasten Studie)

19. „Intermittent fasting during Ramadan attenuates proinflammatory cytokines and immune cells in healthy subjects”, Faris et al. in Nutr Res. 2012 Dec;32(12):947-55 (Ramadanstudie)

20. „Ramadan fasting ameliorates oxidative stress and improves glycemic control and lipid profile in diabetic patients“ Ahmad I. Al-Shafei et al., Eur J Nutr (2014) 53:1475–1481 (Ramadanstudie)

21. „Time-restricted feeding without reducing caloric intake prevents metabolic diseases in mice fed a high-fat diet“, Hatori et al., Cell Metab. 2012 Jun 6;15(6):848-60. doi: 10.1016/j.cmet.2012.04.019. Epub 2012 May 17.

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